Zunächst möchte ich mich bei allen herzlich für die Teilnahme bedanken. Für mich war es sehr spannend und ich habe mir sehr gern jeden Tag die vielen Bilder des Tages angeschaut.
Eigentlich hatte ich vor, hier von jedem Teilnehmer mein Lieblingsbild zu zeigen, aber ich kann mich schlecht entscheiden *grins*, deswegen hier erst mal die Teilnehmerliste:
Bitte-ein-BIT, Yogamupfel, Christopher, Frau Katz, Xander, WortMan, Sany, GunWoman, Donky, Jona, Timmy, Sam, Müsli, Fara
… bei einigen konnte ich im nachhinein nachlesen, dass sie das Projekt ungezwungen weiterführen. Und bei allen konnte ich zwei Hauptfaktoren ganz deutlich herauslesen, die über Erfolg und Misserfolg des Vorhabens entscheiden: zum einen ist es das Faktum ZEIT und zum anderen das Faktum SOZIALES UMFELD.
Beides muss miteinander harmonieren, um erfolgreich eine Sache durchzuziehen. Wenn der Partner nicht die ein oder andere Macke (Hobby: Fotographie) akzeptiert, dann ist es immer unter einem gewissen Konflikt entstanden und zeugt in meinen Augen von Unehrlichkeit. Der andere und vielleicht sogar wichtigste Grund - die Zeit - ist das A und O eines Hobbies. Wenn diese nicht vorhanden ist, dann geschiet alles unter Druck [schnell, schnell, schnell] und es wird halbherzig.
Einige mussten vorzeitig aus dem Projekt aussteigen, weil die Zeit und/oder das Umfeld es verlangte - denjenigen möchte ich allerdings mein ganz besonderes Dankeschön ausdrücken. Sie haben sich bemüht und habe Erfahrung gesammelt. In diesem kleinen Projekt lag das Ziel nicht unbedingt für jeden Teilnehmer am Ende der Geraden, sondern vielleicht schon bei der Erkenntnis, dass es eben so nicht geht. Der Weg ist in diesem Fall das Ziel.
Im Laufe der Zeit habe ich noch etwas für mich festgestellt. Mir persönlich ging es bei dem Projekt nicht um fotografische Bestleistung und erheischen von Lob, bzw. Annahme von Kritik - mir ging es nur um die Menschlichkeit und das näher zusammen kommen. Es gibt für mich zwei Arten ein Bild zu betrachten und jede hängt mit der Erwartung des Betrachtens zusammen. Wenn ich mir Urlaubsbilder anschaue von einem Freund oder einer Freundin, dann will ich die Stimmung darin wieder finden und ich will ihnen nicht sagen, was sie hätten besser machen können, falls sie dieses oder jenes oder das so und oder so gemacht oder drauf geachtet hätten. Nein! Ich möchte über das reden, was an dem Bild bewegt.
Wenn ich bei einem Fotobashing bin, dann wird von mir konstrutive Kritik erwartet und ich erwarte diese für meine Arbeiten ebenfalls - entsprechend betrachte ich die Bilder mit anderen Augen.
Für mich spielen auch die Umstände eine Rolle, die zu einem Bild führen. In einem Foto sehe ich weitaus mehr, als nur eine Abbildung. Ab und zu habe ich sogar das Gefühl beim Betrachten mit hinter der Kamera zu stehen und durch den Sucher zu schauen. Und bei manchen Bilder sehe ich einfach die Umgebung wo es als Leinwandbild hängen muss - diese Faszination der Vision ist für mich das i-Tüpfelchen eines [in meinen Augen] perfekten Bildes.
Dieses kleine überschaubare Projekt hat mich auch einigen Menschen näher gebracht. Ich durfte 30 Tage teilhaben an ihrem Leben, ihrer Umgebung, ihren Gedanken und Handlungen - dafür möchte ich mich ganze besonders bedanken. Ich durfte auch mit-fiebern und mit-wundern und be-wundern, ich durfte da sein ohne anwesend zu sein.
Ich lernte Menschen kennen.
Danke!