
Ben Becker - Abschied / Rainer Maria Rilke
Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.
Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:
Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes - , schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.
Gestern Abend - kurz vor dem zu Bett gehen - hatte ich eine Blitzidee.
Dazu schickte ich meinen Mann in den Keller, der mir die Schachtel mit den Dichtungsringen sofort holen musste. In der Zwischenzeit suchte ich das Buch von Rainer Maria Rilke Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge und bereitete alles vor für die Dichtung …


Ich wünsche allen LeserInnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.
Eure
Renee
Heute tauchte ich mal wieder ins Archiv und wusselte ein Bilder hervor, das eindeutig zu wenig zeigte.
Wieder ein Bild aus November 2007.
Nein … ich muss anders anfangen … Warum habe ich überhaupt im Archiv gewühlt?
Seit vielen Jahren werde ich von schlaflosen Nächten oder Alpträumen geplagt. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und finde es gar nicht mehr so schlimm. Es ist manchmal wie bei Freddy Kruger, er ist da, er kommt ungefragt, er will dich umbringen und du rennst um dein Leben ohne dabei von der Stelle zu kommen. Nun mein Freddy Kruger ist meine ehemalige Muse und er will mich nicht umbringen, sondern einfach nur mit mir reden, weil dies für ihn der einzige Weg der Kommunikation ist. Das war zumindest der Inhalt unseres letzten Traumgesprächs.
Meist habe ich nach solchen Träumen einen kreativen Schub, fühle aber eine tiefe Leere, die ich ausfüllen will. Es ist als würde ich vor einem weißen Blatt Papier sitzen und es will sich einfach nicht beschreiben lassen. Ein Weg aus diesem Dunkel heraus ist für mich das durchblättern von Bildern. Meistens finde ich ein verhunstest Bild, was schon längst hätte gelöscht werden sollen, und der kreative Prozeß tritt ein.
Dieses hier zum Beispiel ist so eins. Es ist nur ein viertel vom Gesicht zu sehen, es ist punktiert überbelichtet und es ist zuviel schwarz im unteren drittel. Doch mit dem Abstand der Jahre, habe ich nun gefallen am Bild gefunden. Ich legte eine Textur von cierta drüber und war soweit damit zufrieden. Doch das Ganze sollte auch eine Botschaft beinhalten. Und so blätterte ich noch in meinen alten Unterlagen und fand ein Elfchen, das ich vor rund fünf Jahren schrieb und heute seine Bestimmung gefunden hat.

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